Reifen reparieren

 

Ein Motorradreifen sollte in keinem Fall selbst repariert werden. Außer man ist so fachgerecht mit der Materie vertraut und besitzt alle nötigen Materialen.
Bei einer Reifenpanne gelten mehrere Punkte, auf die unbedingt geachtet werden müssen. Man verhält sich wie folgt.

- Reifenreparaturen mit Montagehebeln, Gleitmittel, Flickzeug, Ventileinsatz, Luftpumpe und Decke sind NUR bei alten Schlauchreifen möglich!
- Nach einer Reifenpanne als aller erstes Prüfen wo der Reifen beschädigt worden ist und eventuell Luft austritt.
- Falls eingedrungene Fremdkörper den Reifen beschädigt haben, sollten diese nicht sofort entfernt werden. Dies betrifft zum Beispiel Nägel, Glasscherben, Metallteile, Dornen oder andere Objekte.
- Das Motorrad zuerst auf den Hauptständer stellen.
- Nun das Rad ausbauen.
- Die Durchbruchstelle markieren.
- Das Objekt entfernen.
- Den Ventileinsatz herausschrauben.
- Die Reifenwulst vom Felgenrad drücken.


Nun hat man entweder die Möglichkeit einen intakten Reifen zu montieren, oder den alten Reifen von einem Fachbetrieb reparieren zu lassen. Mit so genannten Pannensprays ist es möglich einen Reifen temporär abzudichten. Allerdings dienen diese nur für den absoluten Notfall und sollten gewissenhaft eingesetzt werden.
Jegliche Arten von selbst gebastelten Übergangslösungen, wie beispielsweise das Abdichten eines beschädigten Tubeless-Reifens mit einem Schlauch, ist verboten.

Davon abgesehen ist es lebensgefährlich und man gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer enorm. Wird bei einem Versicherungsfall festgestellt, dass der Reifen manipuliert worden ist, werden keine Sachschadenkosten oder Personenschadenkosten übernommen.